REICHTUMSSTUDIE 2020

Im Rahmen der Reichtumsstudie befragt die RWB Group gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut GfK einmal im Jahr ca. 1.000 Menschen in Deutschland, was sie über Reichtum denken. Ab wann ist man reich? Wie hoch sind die Chancen in Deutschland reich zu werden? Und wie gelangt man an Reichtum? Und wie erstrebenswert ist ein hohes Vermögen?

Scrollen Sie sich durch die aktuellen Ergebnisse. Die Vorjahreszahlen sind zum direkten Vergleich immer mitabgebildet.

Zu den Sonderthemen der Vorjahresumfragen

Reich ist, wer eine Million besitzt

Für einen Großteil der Deutschen (37,7 Prozent) beginnt Reichtum weiterhin ab einem Vermögen inklusive Immobilienbesitz von einer Million Euro – für jeden Zehnten erst ab drei Millionen Euro.

Übrigens: Junge Menschen scheinen bescheidener zu sein, als ältere MitbürgerInnen. Bei den 18-29-Jährigen bezeichnen doppelt so viele Deutsche über 100.000 Euro als Reichtum als Deutsche ab 50 Jahren.

Ab welcher Vermögenshöhe inkl. Immobilienbesitz würden Sie jemanden als „reich" bezeichnen?

IMMER WENIGER DEUTSCHE WOLLEN REICH WERDEN

Das Streben nach Reichtum nimmt seit 2017 kontinuierlich ab. Nur noch 53,2 Prozent der Befragten geben in 2020 an, dass sie es für „sehr“ oder „eher" erstrebenswert halten, reich zu sein.

Was besonders auffällt: Insbesondere Beamte und Selbstständige streben in besonderem Maße nach Reichtum (78,8 bzw. 62,8 Prozent). Zudem ist das Streben in jüngeren Bevölkerungsgruppen signifikant höher als bei älteren MitbürgerInnen.

Wie erstrebenswert finden Sie es, reich zu sein?
„Sehr" und „eher" erstrebenswert sagen…

SELBSTVERTRAUEN BEIM VERMÖGENSAUFBAU NIMMT WEITER AB

Die Befragten schätzen im Jahr 2020 die Chancen, ein hohes Vermögen aufzubauen erneut geringer ein, als in den beiden Vorjahren. Die persönlichen liegen dabei weiterhin unter den allgemein angenommenen Chancen.

Die Corona-Pandemie könnte als weiterer Katalysator für die dargestellte Entwicklung gewirkt haben. Mit 45,2 Prozent gibt fast die Hälfte der Deutschen an, die Möglichkeiten für den Vermögensaufbau hätten sich durch die Krise verschlechtert.

Wie hoch sind die Chancen, ein hohes Vermögen aufzubauen?
„Sehr hoch" und „eher hoch" sagen…

Norman Lemke

„Das Selbstvertrauen bei der Geldanlage sinkt spürbar. Tief in der Gesellschaft verankerte Herangehensweisen für den Vermögensaufbau wie klassische Sparanlagen und Erwerb von Wohneigentum führen nicht zum Erfolg oder sind für viele nicht mehr erschwinglich. Nur ein kleiner Anteil der Bevölkerung vertraut auf ertragreiche Anlagealternativen, die für nahezu jedermann verfügbar sind.“

Norman Lemke, Mitgründer & Vorstand der RWB Group und Mitinitiator der Studie

UNWISSEN ÜBER MÖGLICHKEITEN ZUM VERMÖGENSAUFBAU NIMMT STARK ZU

Bei der Frage, worin die Deutschen die größten Chancen für den Vermögensaufbau sehen, ist im Jahr 2020 erstmals die Gruppe derer am größten, die ihr Unwissen zugeben.

Die Chancen sehen die Befragten bei fast allen Punkten als rückläufig an. Einzig die Möglichkeit, regelmäßig am Aktienmarkt zu investieren, erhält seit 2017 kontinuierlich mehr Anerkennung.

Worin sehen die Deutschen die größten Chancen, ein hohes Vermögen aufzubauen?

Horst Güdel

„Dass das Unwissen beim Vermögensaufbau zunimmt, ist ein Warnsignal. Finanzbildung sowie Finanz- und Vermögensberater, die Bürgerinnen und Bürger bei Geldangelegenheiten unterstützen, gewinnen für den Erhalt und Ausbau des privaten Wohlstands deutlich an Relevanz.“

Horst Güdel, Mitgründer & Vorstand der RWB Group und Mitinitiator der Studie

Die Sonderthemen der Vorjahre

Zum Sonderthema 2019:

Die Wirtschaft brummt - Bürger spüren davon nichts

Zum Sonderthema 2018:

Haben vermögende Menschen bessere Anlageprodukte zur Verfügung als Normalverdiener?

SONDERTHEMA 2019

DIE WIRTSCHAFT BRUMMT – BÜRGER SPÜREN DAVON NICHTS

73,3%

der Deutschen sind der Meinung, kaum von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre profitiert zu haben.

Wirtschaftswachstum leicht über Lohnentwicklung

Die deutsche Wirtschaft ist gemessen am preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt in 2018 das neunte Jahr in Folge gewachsen. Vor allem in den letzten Jahren verlief die Lohnentwicklung – ebenfalls preisbereinigt – mit leichten Abschlägen parallel.

Dennoch hat mit 73,3 Prozent ein erheblicher Anteil der Bevölkerung das Gefühl, kaum vom Wirtschaftswachstum profitiert zu haben. Woran liegt das?

Quelle: Statistisches Bundesamt, 2019: Bruttoinlandsprodukt 2018 für Deutschland – Veränderung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP); Statistisches Bundesamt, 2019: Reallohnindex und Nominallohnindex

UNTERNEHMENSBETEILIGUNGEN LIESSEN IN DER VERGANGENHEIT DIE HÖCHSTE RENDITE ERWARTEN

Mit Unternehmensbeteiligungen in Form von Aktien oder Private Equity können Bürgerinnen und Bürger auf dem direktesten Weg von der Wirtschaft profitieren. In den letzten zehn Jahren, aber auch über längere Zeiträume ließen diese Anlageformen die höchsten Renditen erwarten.

Renditen verschiedener Anlageklassen im Vergleich

Quelle: Cambridge Associates LLC für Private-Equity-Dachfonds, Immobilien (Real Estate Index) sowie Aktien weltweit und Aktien Europa auf Basis des MSCI World net und MSCI Europe net. Renditen der Private-Equity-Dachfonds sowie der Immobilien sind kumulierte Internal Rate of Return (IRR) Berechnungen, nach Gebühren, Aufwendungen und Zinsen. Öffentliche MSCI Indizes sind nach dem durchschnittlichen, jährlichen Compounded Return (AACR) berechnet. Für Spareinlagen: Deutsche Bundesbank, Zinssätze für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist. Alle Werte sind zum Stichtag 30.09.2018 angegeben.

SONDERTHEMA 2018

UNGERECHTIGKEIT BEI DER GELDANLAGE?

70,4%

der Deutschen glauben, dass reichen Menschen bessere Produkte für die Geldanlage zur Verfügung stehen.

Wie legen Reiche an?
Wie legen Normalbürger an?

Haben vermögende Menschen wirklich bessere Anlageprodukte zur Verfügung?

Wie unterscheidet sich die Geldanlage von Reichen und Normalbürgern tatsächlich? Die Antwort ist nicht ganz einfach, denn einen direkten Vergleich lassen die vorhandenen Quellen nicht zu – die Erhebungsmethoden und zugrunde liegenden Parameter unterscheiden sich zu stark.

Signifikante Unterschiede ermöglichen jedoch einzelne Ableitungen.

Normalverdiener sparen und lassen sich versichern

Die Statistiken der Bundesbank legen nahe, dass sich der Durchschnittsbürger noch auf Anlageformen verlässt, die bis vor einigen Jahren noch beim Aufbau von Vermögen funktioniert haben. Etwa drei Viertel des Kapitals liegen in Spar- und klassischen Versicherungsprodukten, die vor allem in festverzinsliche Anlageklassen investieren – eben jene Anlageformen, die besonders unter der Niedrigzinsepoche leiden.

So ist das Vermögen der Deutschen verteilt

Quelle: Deutsche Bundesbank, 2018: Verteilung des Geldvermögens der privaten Haushalte in Deutschland im 4. Quartal 2017 (Immobilienvermögen ist hier nicht berücksichtigt)

Reiche Familien investieren in Unternehmen

Weltweite Family Offices, die Vermögensverwalter reicher Familien, setzen grundlegend andere Akzente: Sie investieren etwa die Hälfte des Kapitals in Form von Aktien und Private-Equity-Beteiligungen in Unternehmen.

So legen reiche Familien ihr Vermögen an

Quelle: The UBS/Campden Wealth Global Family Office Report 2017; weltweite Befragung von 276 Family Offices

Über die Studie:
Die 4. Reichtumsstudie der RWB Group wurde im April 2020 in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut GfK durchgeführt. Dabei wurde der Fragenkanon der Vorjahresstudien verwendet. Die Grundgesamtheit dieser Untersuchung umfasst Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 74 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland. Daraus wurde eine repräsentative Stichprobe im Umfang von ca. 1.000 Personen gezogen.

Die Ergebnisse der Studie dienen nur zu Informationszwecken. Die Schlussfolgerungen sollen eine Indikation der aktuellen Stimmungslage geben und nicht für andere Zwecke verwendet werden.

Weitere Informationen:
Weiterführende Informationen sowie detailliertere Ergebnisse der Reichtumsstudie können Sie gerne unter folgendem Pressekontakt anfragen:


Philipp Klöckner

E-Mail: philipp.kloeckner@rwb-group.com

Tel.: +49 (0) 89 / 66 66 94-446


Downloads zur aktuellen Studie:

Über die RWB Group:
Die RWB wurde 1999 aus der Überzeugung gegründet, die Anlageklasse Private Equity als wichtigen und geeigneten Baustein für den Vermögensaufbau privater Anleger zu etablieren. Mittels Dachfonds haben bislang 80.000 Privatanleger in über 200 Private-Equity-Zielfonds und damit mehr als 3.100 Unternehmen investiert. Über 2.000 dieser Beteiligungen wurden bereits teilweise oder komplett verkauft. Neben den Private-Equity-Dachfonds gehören eine Rentenversicherung, die ebenfalls in Private Equity investiert, sowie eine ETF-basierte Vermögensverwaltung zum Produktangebot. Mehr unter: wwww.rwbcapital.de