REICHTUMSSTUDIE 2019

Im Rahmen der Reichtumsstudie befragt die RWB Group gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut GfK einmal im Jahr über 1.000 Menschen in Deutschland, was sie über Reichtum denken. Ab wann ist man reich? Wie hoch sind die Chancen in Deutschland reich zu werden? Und wie gelangt man an Reichtum?

Scrollen Sie sich durch die aktuellen Ergebnisse. Die Vorjahreszahlen sind zum direkten Vergleich immer mitabgebildet.

Deutsche geben an: Wir haben vom wirtschaftlichen Erfolg der letzten Jahre nicht profitiert
Das Sonderthema der diesjährigen Reichtumsstudie geht der Frage nach: Was hatte die breite Bevölkerung von der positiven Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahre?

Direkt zum Sonderthema.

Ab welcher Vermögenshöhe inkl. Immobilienbesitz würden Sie jemanden als ‚reich‘ bezeichnen?

Reich ist, wer eine Million besitzt

Für einen Großteil der Deutschen (44,2 Prozent) beginnt Reichtum ab einem Vermögen inklusive Immobilienbesitz von einer Million Euro – für jeden Zehnten erst ab drei Millionen Euro.

Übrigens: Menschen aus den neuen Bundesländern sind bescheidener als der Rest Deutschlands. Die Bayern und die Baden-Württemberger haben den höchsten Anspruch an Reichtum.

Das Streben nach Reichtum sinkt weiter

Nur noch etwas mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, dass sie es für „sehr“ oder „eher“ erstrebenswert halten, reich zu sein. Damit ist das Streben erneut deutlich gesunken.

Was besonders auffällt: Je jünger die Befragten, desto stärker streben sie nach Reichtum. Deutsche zwischen 18 und 39 Jahren messen einem eigenen Vermögen eine signifikant höhere Relevanz bei.

55,0%

wollen reich werden
(2018: 65,8%, 2017: 70,0%)

Wie hoch sind die Chancen, ein hohes Vermögen aufzubauen? ‚Sehr hoch‘ und ‚eher hoch‘ sagen…

Selbstvertrauen beim Vermögensaufbau nimmt erneut ab

Die Befragten schätzen im Jahr 2019 die Chancen, ein hohes Vermögen aufzubauen nochmals deutlich geringer ein, als in den beiden Vorjahren. Die persönlichen liegen dabei weiterhin unter den allgemein angenommenen Chancen.

UNSICHERHEIT ÜBER DAS „WIE“ BEIM VERMÖGENSAUFBAU NIMMT ZU

Die Relevanz einer guten Ausbildung bzw. Qualifizierung nimmt nach Meinung der Deutschen ab. Erstmals steht Vermögensaufbau durch Immobilienerwerb auf Rang eins und überholt damit auch die Gründung eines eigenen Unternehmens. Nach dieser Einschätzung könnten lediglich die Menschen Vermögen aufbauen, die das nötige Kleingeld für eine Immobilie aufbringen können.

Was auffällt: Die Anzahl der Menschen, die keine Angabe machen bzw. nicht Wissen, wie man Vermögensaufbau betreibt, ist rapide angestiegen.

Eine Möglichkeit, die bereits ab kleinen Beträgen zugänglich ist, nimmt auf geringen Niveau stetig zu: Regelmäßige Investitionen am Aktienmarkt.

Worin sehen die Deutschen die größten Chancen, ein hohes Vermögen aufzubauen?

Horst Güdel

„Immobilien stehen aufgrund der hohen Mietspiegel und der Wertentwicklung im medialen Fokus. Immobilieninvestitionen sind jedoch nur für wenige erschwinglich. Daher sind eine gute Bildung und Qualifizierung noch immer die Basis für den Vermögensaufbau. Zu guter Bildung gehört auch das Wissen über geeignete Möglichkeiten des Vermögensaufbaus. Insofern ist die steigende Zahl derer, die ihr Unwissen zugeben, erschreckend. Finanz- und Vermögensberater, die Bürgerinnen und Bürger bei Finanzangelegenheiten unterstützen, gewinnen daher an Relevanz.“

Horst Güdel, Mitgründer & Vorstand der RWB Group

SONDERTHEMA 2019

DIE WIRTSCHAFT BRUMMT – BÜRGER SPÜREN DAVON NICHTS

73,3%

der Deutschen sind der Meinung, kaum von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre profitiert zu haben.

Wirtschaftswachstum leicht über Lohnentwicklung

Die deutsche Wirtschaft ist gemessen am preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt in 2018 das neunte Jahr in Folge gewachsen. Vor allem in den letzten Jahren verlief die Lohnentwicklung – ebenfalls preisbereinigt – mit leichten Abschlägen parallel.

Dennoch hat mit 73,3 Prozent ein erheblicher Anteil der Bevölkerung das Gefühl, kaum vom Wirtschaftswachstum profitiert zu haben. Woran liegt das?

Quelle: Statistisches Bundesamt, 2019: Bruttoinlandsprodukt 2018 für Deutschland – Veränderung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP); Statistisches Bundesamt, 2019: Reallohnindex und Nominallohnindex
Norman Lemke

„Zwar sind die Löhne im Durchschnitt einigermaßen mit der wirtschaftlichen Entwicklung seit 2009 mitgewachsen. Dennoch hat ein Großteil der Bevölkerung das Gefühl, von der Wirtschaft abgekoppelt zu sein. Die kleine Gruppe derer, die sich bewusst an der Wirtschaft etwa in Form von Aktienfonds beteiligt, hat gut an der positiven Wertentwicklung der letzten zehn Jahre verdient. Der Großteil klassischer Sparer hat dagegen erlebt, wie die Zinserträge gegen Null gingen.“

Norman Lemke, Mitgründer & Vorstand der RWB Group

UNTERNEHMENSBETEILIGUNGEN LIESSEN IN DER VERGANGENHEIT DIE HÖCHSTE RENDITE ERWARTEN

Mit Unternehmensbeteiligungen in Form von Aktien oder Private Equity können Bürgerinnen und Bürger auf dem direktesten Weg von der Wirtschaft profitieren. In den letzten zehn Jahren, aber auch über längere Zeiträume ließen diese Anlageformen die höchsten Renditen erwarten.

Renditen verschiedener Anlageklassen im Vergleich

Quelle: Cambridge Associates LLC für Private-Equity-Dachfonds, Immobilien (Real Estate Index) sowie Aktien weltweit und Aktien Europa auf Basis des MSCI World net und MSCI Europe net. Renditen der Private-Equity-Dachfonds sowie der Immobilien sind kumulierte Internal Rate of Return (IRR) Berechnungen, nach Gebühren, Aufwendungen und Zinsen. Öffentliche MSCI Indizes sind nach dem durchschnittlichen, jährlichen Compounded Return (AACR) berechnet. Für Spareinlagen: Deutsche Bundesbank, Zinssätze für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist. Alle Werte sind zum Stichtag 30.09.2018 angegeben.

Zum Sonderthema 2018:



Haben vermögende Menschen bessere Anlageprodukte zur Verfügung als Normalverdiener?

SONDERTHEMA 2018

UNGERECHTIGKEIT BEI DER GELDANLAGE?

70,4%

der Deutschen glauben, dass reichen Menschen bessere Produkte für die Geldanlage zur Verfügung stehen.

Wie legen Reiche an?
Wie legen Normalbürger an?

Haben vermögende Menschen wirklich bessere Anlageprodukte zur Verfügung?

Wie unterscheidet sich die Geldanlage von Reichen und Normalbürgern tatsächlich? Die Antwort ist nicht ganz einfach, denn einen direkten Vergleich lassen die vorhandenen Quellen nicht zu – die Erhebungsmethoden und zugrunde liegenden Parameter unterscheiden sich zu stark.

Signifikante Unterschiede ermöglichen jedoch einzelne Ableitungen.

Normalverdiener sparen und lassen sich versichern

Die Statistiken der Bundesbank legen nahe, dass sich der Durchschnittsbürger noch auf Anlageformen verlässt, die bis vor einigen Jahren noch beim Aufbau von Vermögen funktioniert haben. Etwa drei Viertel des Kapitals liegen in Spar- und klassischen Versicherungsprodukten, die vor allem in festverzinsliche Anlageklassen investieren – eben jene Anlageformen, die besonders unter der Niedrigzinsepoche leiden.

So ist das Vermögen der Deutschen verteilt

Quelle: Deutsche Bundesbank, 2018: Verteilung des Geldvermögens der privaten Haushalte in Deutschland im 4. Quartal 2017 (Immobilienvermögen ist hier nicht berücksichtigt)

So legen reiche Familien ihr Vermögen an

Quelle: The UBS/Campden Wealth Global Family Office Report 2017; weltweite Befragung von 276 Family Offices

Reiche Familien investieren in Unternehmen

Weltweite Family Offices, die Vermögensverwalter reicher Familien, setzen grundlegend andere Akzente: Sie investieren etwa die Hälfte des Kapitals in Form von Aktien und Private-Equity-Beteiligungen in Unternehmen.

Über die Studie:
Die 3. Reichtumsstudie der RWB Group wurde im April 2019 in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut GfK durchgeführt. Die Stichprobengröße ist 1.006. Die Daten wurden mittels Online-Befragung unter der deutschen Bevölkerung ab 18 Jahren erhoben.

Die Ergebnisse der Studie dienen nur zu Informationszwecken. Die Schlussfolgerungen sollen eine Indikation der aktuellen Stimmungslage geben und nicht für andere Zwecke verwendet werden.

Weitere Informationen:
Weiterführende Informationen sowie detailliertere Ergebnisse der Reichtumsstudie können Sie gerne unter folgendem Pressekontakt anfragen:


Philipp Klöckner

E-Mail: philipp.kloeckner@rwb-group.com

Tel.: +49 (0) 89 / 66 66 94-446


Downloads zur aktuellen Studie:

Über die RWB Group:
Die RWB wurde 1999 aus der Überzeugung gegründet, die Anlageklasse Private Equity, die seit Jahrzehnten fester Bestandteil in den Portfolios institutioneller Investoren und gehobener Privatvermögen ist, als ebenso wichtigen und geeigneten Baustein für den Vermögensaufbau privater Anleger zu etablieren. Seit ihrer Gründung macht die RWB Group Private Equity für Privatanleger über Dachfonds investierbar. Die RWB hat das Geld von 80.000 Anlegern bereits in über 195 Private-Equity-Zielfonds weltweit und damit mehr als 3.000 Zielunternehmen investiert. Über 1.900 dieser Beteiligungen wurden bereits teilweise oder komplett verkauft. Der durch die RWB Zielfonds durchschnittlich erzielte Verkaufsmultiple liegt zwischen 1,9x und 2,0x. Neben den Private-Equity-Dachfonds gehören eine einzigartige Rentenversicherung, die ebenfalls in Teilen in Private Equity investiert, sowie eine ETF-basierte Vermögensverwaltung zum Produktangebot. Mehr unter: wwww.rwbcapital.de